Mittwoch, 24. November 2010

Wee waant Taacoos!!! - Teil 2

Samstag frühmorgens um 9.00 Uhr genossen wir ein nahrhaftes Frühstück im IHOP (International House of Pancakes), bevor wir uns weiter Richtung Norden aufmachten. Tagesziel: Six Flags Freizeitpark, Valencia. Unser lieber ehemaliger Kommilitone Matthias Ausserhalbdeshofs besuchte den Park eine Woche vorher und hat uns kurze Wartezeiten versprochen, was zu einer Steigerung unserer Vorfreude führte. Einziger Wermutstropfen: Die Wettervorhersage mit kühlen Temperaturen und "heavy rain". Kurz gesagt: Viele Fahrten bei schlechtem Wetter.

So dachten wir zumindest. Im Endeffekt war es genau andersrum. Petrus zeigte sich grosszügig und verschonte den Park mit starken Niederschlägen (zumindest nachdem wir einen überteuerten Regenschutz gekauft hatten). Jedoch führte der CNHDKCI (California-Nevada-Hawaii District des Key Club International) seine alljährliche Fall Rally durch, was bedeutete dass der Park mit tausenden CNHDKCI-Mitgliedern geschwemmt wurde, was das Anstehen merklich verlängerte. Fazit: Wenige Fahrten bei gutem Wetter. Die Adrenalinstoss hervorrufenden Rollercoaster machten dies jedoch mehr als wett.

Saturday evening was supposed to "gonna be legend-... wait for it... and I hope you're not lactose intolerant because the second half of that word is DAIRY!", wie Barney Stinson aus "How I met your Mother" jetzt sagen würde. Und tatsächlich, der Abend in West Hollywood wurde gut, ausserordentlich gut sogar! Das Essen in Hugo's Restaurant am Santa Monica Blvd war vorzüglich und auch für reisende Vollzeitstudenten zahlbar. Anschliessend zeigte das Publikum in Barney's Beanery wieder einmal auf, wie simpel die Amerikaner zu beeindrucken sind. Man zeige zwei Menschen im TV, die sich gegenseitig die Birne einschlagen und die Amis sind total aus dem Häuschen (die Rede ist von einer US-Sportart namens Mixed Martial Arts).

Das nächste Hopfen-Malz-Wasser-Gebräu bestellten wir dann in der Skybar mit einem grandiosen Ausblick über Los Angeles bei Nacht, bevor wir uns zu unserer vierten und letzten Destination begaben - zum Viper Room. Wir bezahlten die 15 Dollar Eintritt, begaben uns in den ca. 200 Leute fassenden Konzertbereich und warteten gespannt auf Lukas Nelson & Promise of the Real. Weder Raphi noch ich hatten je von dieser Band gehört, doch der rhythmische Mix aus Blues, vermischt mit Rock und einer Prise Country war einfach nur mitreissend. Als plötzlich ein alter Mann mit weissem Haar die Bühne betrat, drehte das Publikum völlig durch. Dutzende Kameras schossen nach oben und blitzten was das Zeug hielt. Die Konzertbesucherin neben mir erklärte mir dann, dass dies Willie Nelson sei, Vater des Bühneninterpreten und eine der bedeutendsten Persönlichkeiten des Country Genres (nicht zu verwechseln mit dem ebenfalls berühmten Tabasco-Willy). Doch damit war der Starauflauf noch nicht zu Ende. Kurz darauf kam der Schauspieler Woody Harrelson auf die Bühne, bekannt aus Filmen wie "Money Train", "Ein unmoralisches Angebot" oder "Sieben Leben". Er versuchte sich kurz als Duettsänger, bevor er mit seinen beiden Bodyguards wieder davonschlich. Fazit für Woody: Er sollte bei der Schauspielerei bleiben! Fazit des Abends: West Hollywood rules!

1 Kommentar:

  1. Du kännsch de Willie Nelson nöd? Shame on you, Beini, shame on you!!!!!!

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