Einen fröhlichen Samichlaustag an alle Familienmitglieder, Freunde, Nachbarn, Mitarbeitende, Mitstudierende, Blogleser, Gleichgesinnte, Weihnachtsfreudige, Musikfreunde, Kinderschokolade-Esser, Biergeniesser, Paddy's Gäste, Chargers-Fans, Tabasco-Trinker, Dinner-for-One-Gucker, Justin-Bieber-Hasser, Orell-Füssli-Läden-Verirrer, Nichterwähnte und natürlich an alle Samichläuse.
Wir geniessen unsere letzte Woche hier in San Diego, bevor unser Abenteuer weitergeht und wir schliesslich zu euch kuhlen Familienmitgliedern, Freunden, Nachbarn, Mitarbeitenden.... (okay, ich lass es bleiben =)) zurückkehren werden.
Happy Santa Claus und eine frohe Adventszeit.
Sonntag, 5. Dezember 2010
Donnerstag, 25. November 2010
Wee waant Taacoos!!! - Teil 3
Nach diesem grossartigen Abend gönnten wir uns einen ausgiebigen Schönheitsschlaf, bevor wir am nächsten Morgen (erneut) im IHOP frühstückten. Ich weiss, ich weiss... langweilig, zwei Mal dasselbe Frühstück, doch es war gut und gab erst noch 20% Vergünstigung bei erneutem Besuch innert 72 Stunden (solche Rabatte gibt's echt nur in den USA, oder?).
Anschliessend ging's weiter zur Heimat von Mitch Buchannon, C. J. Parker und Matt Brody, sprich nach Santa Monica, Geburtsstätte der Fernsehserie Baywatch. Wir mieteten ein Fahrrad und genossen die kühle Meeresbrise in der wärmenden Sonne am Venice Beach. Erkenntnis des Tages: Ohne David Hasselhoff wirkt der Strand noch schöner als in der "Wer-hat-die-grössten-Brüste-Serie" der 90er-Jahre.
Wieder zurück im Auto, ging die Fahrt weiter nach LA Downtown. Dabei wurde deutlich, dass LA wirklich die Filmestadt schlechthin ist. Dies nicht nur wegen Hollywood oder den Universal Studios, sondern auch weil mitten im Stadtzentrum Filme gedreht werden. Klingt jedoch spektakulärer als es ist und weitere Promis haben wir ebenfalls keine angetroffen.
Das grosse Schlussbouquet bestand aus dem Besuch des NBA-Games der LA Lakers im Staples Center. Nach der vor amerikanischen Sportaustragungen obligaten Landeshymne spielten Kobe Bryant und co. zu einem klaren Sieg gegen die Golden State Warriors auf. Mit 117 : 89 waren die Warriors beinahe machtlos. Nachdem die Lakers bereits in der Hälfte einen unschlagbaren Vorsprung ausgearbeitet hatten, ging es nur noch darum, dass die Warriors nicht mehr als 100 Punkte erzielten. Schliesslich versprach die Fastfood-Kette Jack in the Box allen Lakers Fans zwei gratis Tacos, sofern die Gegner weniger als 100 Punkte erzielten. Die hoch kultivierten Amerikaner gaben sich fortan nicht mehr mit simplen Anfeuersprüchen zufrieden. Ab nun hiess es: Wee waant Taacoos, wee waant Taacoos!!!
Anschliessend ging's weiter zur Heimat von Mitch Buchannon, C. J. Parker und Matt Brody, sprich nach Santa Monica, Geburtsstätte der Fernsehserie Baywatch. Wir mieteten ein Fahrrad und genossen die kühle Meeresbrise in der wärmenden Sonne am Venice Beach. Erkenntnis des Tages: Ohne David Hasselhoff wirkt der Strand noch schöner als in der "Wer-hat-die-grössten-Brüste-Serie" der 90er-Jahre.
Wieder zurück im Auto, ging die Fahrt weiter nach LA Downtown. Dabei wurde deutlich, dass LA wirklich die Filmestadt schlechthin ist. Dies nicht nur wegen Hollywood oder den Universal Studios, sondern auch weil mitten im Stadtzentrum Filme gedreht werden. Klingt jedoch spektakulärer als es ist und weitere Promis haben wir ebenfalls keine angetroffen.
Das grosse Schlussbouquet bestand aus dem Besuch des NBA-Games der LA Lakers im Staples Center. Nach der vor amerikanischen Sportaustragungen obligaten Landeshymne spielten Kobe Bryant und co. zu einem klaren Sieg gegen die Golden State Warriors auf. Mit 117 : 89 waren die Warriors beinahe machtlos. Nachdem die Lakers bereits in der Hälfte einen unschlagbaren Vorsprung ausgearbeitet hatten, ging es nur noch darum, dass die Warriors nicht mehr als 100 Punkte erzielten. Schliesslich versprach die Fastfood-Kette Jack in the Box allen Lakers Fans zwei gratis Tacos, sofern die Gegner weniger als 100 Punkte erzielten. Die hoch kultivierten Amerikaner gaben sich fortan nicht mehr mit simplen Anfeuersprüchen zufrieden. Ab nun hiess es: Wee waant Taacoos, wee waant Taacoos!!!
Mittwoch, 24. November 2010
Wee waant Taacoos!!! - Teil 2
Samstag frühmorgens um 9.00 Uhr genossen wir ein nahrhaftes Frühstück im IHOP (International House of Pancakes), bevor wir uns weiter Richtung Norden aufmachten. Tagesziel: Six Flags Freizeitpark, Valencia. Unser lieber ehemaliger Kommilitone Matthias Ausserhalbdeshofs besuchte den Park eine Woche vorher und hat uns kurze Wartezeiten versprochen, was zu einer Steigerung unserer Vorfreude führte. Einziger Wermutstropfen: Die Wettervorhersage mit kühlen Temperaturen und "heavy rain". Kurz gesagt: Viele Fahrten bei schlechtem Wetter.
So dachten wir zumindest. Im Endeffekt war es genau andersrum. Petrus zeigte sich grosszügig und verschonte den Park mit starken Niederschlägen (zumindest nachdem wir einen überteuerten Regenschutz gekauft hatten). Jedoch führte der CNHDKCI (California-Nevada-Hawaii District des Key Club International) seine alljährliche Fall Rally durch, was bedeutete dass der Park mit tausenden CNHDKCI-Mitgliedern geschwemmt wurde, was das Anstehen merklich verlängerte. Fazit: Wenige Fahrten bei gutem Wetter. Die Adrenalinstoss hervorrufenden Rollercoaster machten dies jedoch mehr als wett.
Saturday evening was supposed to "gonna be legend-... wait for it... and I hope you're not lactose intolerant because the second half of that word is DAIRY!", wie Barney Stinson aus "How I met your Mother" jetzt sagen würde. Und tatsächlich, der Abend in West Hollywood wurde gut, ausserordentlich gut sogar! Das Essen in Hugo's Restaurant am Santa Monica Blvd war vorzüglich und auch für reisende Vollzeitstudenten zahlbar. Anschliessend zeigte das Publikum in Barney's Beanery wieder einmal auf, wie simpel die Amerikaner zu beeindrucken sind. Man zeige zwei Menschen im TV, die sich gegenseitig die Birne einschlagen und die Amis sind total aus dem Häuschen (die Rede ist von einer US-Sportart namens Mixed Martial Arts).
Das nächste Hopfen-Malz-Wasser-Gebräu bestellten wir dann in der Skybar mit einem grandiosen Ausblick über Los Angeles bei Nacht, bevor wir uns zu unserer vierten und letzten Destination begaben - zum Viper Room. Wir bezahlten die 15 Dollar Eintritt, begaben uns in den ca. 200 Leute fassenden Konzertbereich und warteten gespannt auf Lukas Nelson & Promise of the Real. Weder Raphi noch ich hatten je von dieser Band gehört, doch der rhythmische Mix aus Blues, vermischt mit Rock und einer Prise Country war einfach nur mitreissend. Als plötzlich ein alter Mann mit weissem Haar die Bühne betrat, drehte das Publikum völlig durch. Dutzende Kameras schossen nach oben und blitzten was das Zeug hielt. Die Konzertbesucherin neben mir erklärte mir dann, dass dies Willie Nelson sei, Vater des Bühneninterpreten und eine der bedeutendsten Persönlichkeiten des Country Genres (nicht zu verwechseln mit dem ebenfalls berühmten Tabasco-Willy). Doch damit war der Starauflauf noch nicht zu Ende. Kurz darauf kam der Schauspieler Woody Harrelson auf die Bühne, bekannt aus Filmen wie "Money Train", "Ein unmoralisches Angebot" oder "Sieben Leben". Er versuchte sich kurz als Duettsänger, bevor er mit seinen beiden Bodyguards wieder davonschlich. Fazit für Woody: Er sollte bei der Schauspielerei bleiben! Fazit des Abends: West Hollywood rules!
So dachten wir zumindest. Im Endeffekt war es genau andersrum. Petrus zeigte sich grosszügig und verschonte den Park mit starken Niederschlägen (zumindest nachdem wir einen überteuerten Regenschutz gekauft hatten). Jedoch führte der CNHDKCI (California-Nevada-Hawaii District des Key Club International) seine alljährliche Fall Rally durch, was bedeutete dass der Park mit tausenden CNHDKCI-Mitgliedern geschwemmt wurde, was das Anstehen merklich verlängerte. Fazit: Wenige Fahrten bei gutem Wetter. Die Adrenalinstoss hervorrufenden Rollercoaster machten dies jedoch mehr als wett.
Saturday evening was supposed to "gonna be legend-... wait for it... and I hope you're not lactose intolerant because the second half of that word is DAIRY!", wie Barney Stinson aus "How I met your Mother" jetzt sagen würde. Und tatsächlich, der Abend in West Hollywood wurde gut, ausserordentlich gut sogar! Das Essen in Hugo's Restaurant am Santa Monica Blvd war vorzüglich und auch für reisende Vollzeitstudenten zahlbar. Anschliessend zeigte das Publikum in Barney's Beanery wieder einmal auf, wie simpel die Amerikaner zu beeindrucken sind. Man zeige zwei Menschen im TV, die sich gegenseitig die Birne einschlagen und die Amis sind total aus dem Häuschen (die Rede ist von einer US-Sportart namens Mixed Martial Arts).
Das nächste Hopfen-Malz-Wasser-Gebräu bestellten wir dann in der Skybar mit einem grandiosen Ausblick über Los Angeles bei Nacht, bevor wir uns zu unserer vierten und letzten Destination begaben - zum Viper Room. Wir bezahlten die 15 Dollar Eintritt, begaben uns in den ca. 200 Leute fassenden Konzertbereich und warteten gespannt auf Lukas Nelson & Promise of the Real. Weder Raphi noch ich hatten je von dieser Band gehört, doch der rhythmische Mix aus Blues, vermischt mit Rock und einer Prise Country war einfach nur mitreissend. Als plötzlich ein alter Mann mit weissem Haar die Bühne betrat, drehte das Publikum völlig durch. Dutzende Kameras schossen nach oben und blitzten was das Zeug hielt. Die Konzertbesucherin neben mir erklärte mir dann, dass dies Willie Nelson sei, Vater des Bühneninterpreten und eine der bedeutendsten Persönlichkeiten des Country Genres (nicht zu verwechseln mit dem ebenfalls berühmten Tabasco-Willy). Doch damit war der Starauflauf noch nicht zu Ende. Kurz darauf kam der Schauspieler Woody Harrelson auf die Bühne, bekannt aus Filmen wie "Money Train", "Ein unmoralisches Angebot" oder "Sieben Leben". Er versuchte sich kurz als Duettsänger, bevor er mit seinen beiden Bodyguards wieder davonschlich. Fazit für Woody: Er sollte bei der Schauspielerei bleiben! Fazit des Abends: West Hollywood rules!
Dienstag, 23. November 2010
Wee waant Taacoos!!! - Teil 1
Puh, was für ein Wochenende! Begonnen hat es am Freitag, um 16.30 Uhr mit der Abfahrt Richtung Norden. Ziel: Honda Center, Anaheim. Die voraussichtliche Reisezeit von 1h 34min konnte leider auf Grund des erhöhten Verkehrsaufkommens nicht erreicht werden. Schlussendlich erreichten wir Anaheim mit 60 Minuten Verspätung um 19.00 Uhr, was gleichzeitig auch Anpfiff des NHL-Games Anaheim Ducks gegen Columbus Blue Jackets bedeutete. In der Startaufstellung der mächtigen Enten: Der Appenzeller Jonas Hiller, seines Zeichens Nationaltorwart der Schweizer Eishockeynationalmannschaft. Trotz eines starken Spiels unterlagen die Ducks den Blue Jackets mit 4:3, Schade!
Die anschliessende Weiterfahrt nach Hollywood verlief reibungslos. Bevor wir uns in unserem Motel am Sunset Blvd von der Niederlage erholten, testeten wir noch ein paar Bars am Hollywood Blvd. Seit da pflege ich zu sagen: Schräge Persönlichkeiten gibt's zwar überall, in Hollywood wird man nur schneller fündig.
Die anschliessende Weiterfahrt nach Hollywood verlief reibungslos. Bevor wir uns in unserem Motel am Sunset Blvd von der Niederlage erholten, testeten wir noch ein paar Bars am Hollywood Blvd. Seit da pflege ich zu sagen: Schräge Persönlichkeiten gibt's zwar überall, in Hollywood wird man nur schneller fündig.
Montag, 15. November 2010
Der magische 11. November
Wir schreiben den 11. November 2010, ein weiterer Tag in San Diego. Jedoch kein alltäglicher. Heute ist nämlich Veteran's Day, Feiertag und deshalb Schulausfall. Raphi, seine Freundin Angi und ich nützen dies für einen Ausflug ins Outlet-Shoppingcenter (wieder einmal!). Meine Kreditkarte schliesst neue Freundschaften mit den Registrierkassen von Levi's, Oakley, Hilfiger und co. bevor sich unser Kofferraum mit Einkaufstüten füllt und wir wieder zu unserem Beinahe-Strandhaus zurückkehren.
Der 11. November 2010 ist jedoch nicht nur Veteran's Day, es ist auch exakt 3 Monate nach meinem Abflug in Zürich. Dies bedeutet, dass bereits mehr als die Hälfte meines Überseetrips vorüber ist, in der ich wildlebende Tiere angetroffen, an atemberaubenden Stränden gelegen und tausende Meilen zurückgelegt habe. Falls jetzt jemand denken sollte, ich werde nostalgisch... weit gefehlt!
Der magische 11.11.2010 lässt mich schliesslich auch in die Zukunft blicken. Addiert man einen Monat, erhält man den 11. Dezember 2010, das offizielle Semesterschlussdatum für das Herbstquarter an der University of California San Diego. Doch in diesen 30 Tagen wird noch einmal richtig Gas gegeben. Auf der Liste stehen:
- KT Tunstall Konzert in San Diego
- Fussball MLS West Final in Los Angeles / LA Galaxy - FC Dallas
- San Diego Zoo
- NHL Game in Anaheim / Anaheim Ducks - Columbus Blue Jackets
- Six Flags Freizeitpark in LA (mit 18 Achterbahnen alleiniger Rekordhalter weltweit)
- NBA Game in Los Angeles / LA Lakers - Golden State Warriors
- 5-Tage-Aufenthalt in San Francisco über Thanksgiving
- Abschlussprüfungen an der UCSD
Anschliessend wird's unspektakulär. Schnell eine Woche auf Hawaii und anschliessend fünf Wochen in Mexiko, Belize und Honduras herumreisen, halb so wild ;-)
(P.S.: Gewinner des letzten Bilderrätsels ist Fritz vom Iberg. Er gewinnt eine gratis Horizonterweiterung: "Der Schokoriegel Snickers wurde nach dem Lieblingspferd der Familie Mars benannt". Da haben wir doch alle was dazugelernt!)
Der 11. November 2010 ist jedoch nicht nur Veteran's Day, es ist auch exakt 3 Monate nach meinem Abflug in Zürich. Dies bedeutet, dass bereits mehr als die Hälfte meines Überseetrips vorüber ist, in der ich wildlebende Tiere angetroffen, an atemberaubenden Stränden gelegen und tausende Meilen zurückgelegt habe. Falls jetzt jemand denken sollte, ich werde nostalgisch... weit gefehlt!
Der magische 11.11.2010 lässt mich schliesslich auch in die Zukunft blicken. Addiert man einen Monat, erhält man den 11. Dezember 2010, das offizielle Semesterschlussdatum für das Herbstquarter an der University of California San Diego. Doch in diesen 30 Tagen wird noch einmal richtig Gas gegeben. Auf der Liste stehen:
- KT Tunstall Konzert in San Diego
- Fussball MLS West Final in Los Angeles / LA Galaxy - FC Dallas
- San Diego Zoo
- NHL Game in Anaheim / Anaheim Ducks - Columbus Blue Jackets
- Six Flags Freizeitpark in LA (mit 18 Achterbahnen alleiniger Rekordhalter weltweit)
- NBA Game in Los Angeles / LA Lakers - Golden State Warriors
- 5-Tage-Aufenthalt in San Francisco über Thanksgiving
- Abschlussprüfungen an der UCSD
Anschliessend wird's unspektakulär. Schnell eine Woche auf Hawaii und anschliessend fünf Wochen in Mexiko, Belize und Honduras herumreisen, halb so wild ;-)
(P.S.: Gewinner des letzten Bilderrätsels ist Fritz vom Iberg. Er gewinnt eine gratis Horizonterweiterung: "Der Schokoriegel Snickers wurde nach dem Lieblingspferd der Familie Mars benannt". Da haben wir doch alle was dazugelernt!)
Freitag, 22. Oktober 2010
Der Versprecher
Raphi's Versprecher des Tages: "Ach, wie mühsam, wenn einen die Leute auf Facebook immer anpupsen"
Bereits allein der Versprecher hat bei mir grosse Belustigung ausgelöst. Die bildliche Vorstellung davon hat das Ganze nur noch verstärkt. Noch unterhaltsamer wird es schliesslich, wenn man sich daraufhin den Wikipedia-Eintrag über "pupsen" bzw. Flatulenz zu Gemüte führt:
Flatulenz (von lat. flatus „Wind, Blähung“, Blähungen) bezeichnet die verstärkte Entwicklung von Gasen (z. B. Methan, Kohlenstoffdioxid, Schwefelwasserstoff und anderen Gär- bzw. Faulgasen), im Magen oder (und) Darm wobei es zum rektalen Entweichen (Flatus) von Darmgasen kommen kann. Sitzen diese Darmgase fest (Flatus incarceratus), kann es zu schmerzhaften Bauchkrämpfen kommen. Es werden je nach Region unterschiedliche volkstümliche Bezeichnungen für die Flatulenz verwendet, z.B Furz, Pups, Fahrn etc.
Die Flatulenz ist abzugrenzen von einer übermäßigen Gasansammlung im Verdauungstrakt ohne wesentlichen Abgang von Darmgasen, die als Meteorismus bezeichnet wird.
Eine besondere Form der Flatulenz besteht, wenn beim Abgang von Leibwinden ungewollt Stuhl mit abgeht (umgangssprachlich falscher Freund). Es kann sich dabei um ein Symptom bei Kolonkarzinomen, insbesondere Rektumkarzinomen handeln.
Welch ein Glück, dass ich bisher von einer sochen Anpupserei verschont blieb...
Donnerstag, 21. Oktober 2010
Aus aktuellem Anlass: Neues Bilderrätsel
Ahoi die Meute!
Aus aktuellem Anlass gibt's Mal wieder ein Bilderrätsel! Der Preis wird nach dem Sieger bekannt gegeben. Viel Spass beim miträtseln:
Montag, 18. Oktober 2010
Alltag
Die spannenden und abenteuerlichen Geschichten von unseren Reisen sind nun für eine Weile vorbei. Unterdessen relativ gut eingelebt hier in San Diego, hat der Alltag Einzug gehalten. Auch wenn es ein völlig neuer Alltag ist, weit weg vom herbstlichen und kalten Europa, ohne zu arbeiten und mit ein wenig mehr Freizeit, es ist doch ein Alltag.
Montag Morgen des 5. Oktobers 2010, 9.30 Uhr PST Ortszeit, 717 San Luis Obispo Place in 92109 San Diego. Die erste alltägliche Tätigkeit ist angesagt, aufstehen. Raphi ist bereits in den Schulstoff vertieft. Manuela, unsere willkommene Schweizer Besucherin ebenfalls soeben aufgestanden. Ich begebe mich in die Küche zu dem überdimensionalen Kühlschrank (leider nicht mit Eiscrusher ausgestattet) und bediene mich. Erdbeermarmelade, Butter, Milch sowie eine Portion Nesquik verhelfen mir zu einem wunderbaren Tagesstart. Um 10.45 Uhr PST klopft dann der Klempner an die Haustüre und kontrolliert die Sprinkleranlagen, welche um das ganze Haus verteilt sind.
12.00 Uhr PST ist es dann Zeit, unsere Wohnung zu verlassen. Nachdem die Türe abgeschlossen ist (vgl. Blog-Eintrag vom 21.09.2010) öffnen wir per Fernsteuerung das automatische Garagentor und setzen uns in unseren günstigen, gemieteten, alten, rostigen, nach Rauch stinkenden, amerikanischen Ford und fahren zur Schule. Unterwegs laden wir Manuela aus, die heute Coronado unsicher machen will. Raphi und ich treffen alsdann unsere alltägliche und sehr essentielle Entscheidung: Welchen Weg zur Schule nehmen wir heute? Auf Grund des Verkehrsaufkommens entscheiden wir uns gegen die Highway Route und nehmen den gemütlichen „Bergweg“.
Nächste Destination: University of California San Diego, Parking 303 (der braune Hintergrund markiert das Campusgelände). Um 12.30 Uhr PST sind die rund 350 Parkplätze natürlich hoffnungslos überfüllt. Ebenso die weiteren umliegenden Parkplätze und Parkhäuser auf dem Campus, welche bestimmt nochmals zwei- bis dreitausend Parkplätze beherbergen. Auf Grund der aussichtslosen Situation begeben wir uns zum Parking 702 (immer noch auf dem Campusgelände). Nachteil: 20 Gehminuten von unserem Schulzimmer entfernt. Vorteil: Der Campus verfügt über ein eigenes Bussystem, sodass man die Schulzimmer beziehungsweise Parkplätze mittels Bus erreichen kann. Nichts desto trotz hat die Vorlesung für das Fach Human Resources bereits begonnen, als wir eintreffen. Wir setzen uns zu den schätzungsweise 200 anderen Studenten und hören nicht minder uninteressiert zu.
Anschliessend folgen zwei Zwischenstunden, die wir im Price Center verbringen; Ein Gebäudekomplex, bestehend aus diversen Fastfood-Restaurants (Burger King, Subway, Panda Express, Round Table Pizza, Bombay Coast etc.), Toilettenanlagen, Bücherläden und Lebensmittelgeschäften.
Die restlichen Schulstunden laufen ähnlich ab. Reinsitzen, zuhören und viel mitschreiben. Die Erfindung von Powerpoint-Präsentationen ist offenbar noch nicht bis hierhin gelangt, somit wird beinahe die Hälfte des Unterrichts dafür verwendet, die Tafel vollzuschreiben. Die eigentliche Aufgabe besteht dann darin, das Gekritzel zu entziffern.
Die letzten Schulstunden enden um 21.00 Uhr PST. Zurück zu Hause gibt es noch etwas in den leeren Magen, bevor wir uns hinlegen und Energie für den nächsten Schultag sammeln. Der beginnt schliesslich in aller Herrgottsfrühe um 8.00 Uhr PST. Somit, gute Nacht.
Dienstag, 21. September 2010
Die Tücken der amerikanischen Schlösser - eine Kurzgeschichte
Manche Schliessmechanismen können tatsächlich ein gewisses Gefühl des Unwohls hervorrufen. Und dabei spreche ich nicht von Durchfall oder anderen körperlichen Schwächen. So kann es doch vorkommen, dass man sich eines kühlen morgens dafür entscheidet, den bald überquillenden Müll herauszubringen. Bei einem solch kurzweiligen und risikolosen Vorhaben hält man es gewiss auch nicht für notwendig, festes Schuhwerk oder gar lange Hosen anzuziehen, schliesslich geht man ja nur kurze Zeit vor die Tür.
Erst einmal draussen, mag es einen ein wenig frösteln, jedoch wird dies getrost vernachlässigt. Schliesslich befindet man sich in einer guten halben Minuten wieder zurück in der warmen Stube. Die Mülltonne wird angepeilt, der Abfall entsorgt und rechtsumkehrt geht es wieder zurück Richtung wohl temperiertes Wohnzimmer. Ein völlig harmloser Vorgang - eigentlich. Zurück an der Tür dreht man wie gewohnt am Türknauf und erwartet dessen Nachgabe. Die erwartete 90° Drehung bleibt jedoch überraschenderweise aus. Kein Grund zur Panik, jeder ist einmal ein wenig verklemmt. Mit ein bisschen mehr Elan bewegt sich dann der Türknopf ... nach wie vor nicht. Und da beginnt es. Das gewisse Gefühl des Unwohls schleicht sich heimtückisch und ganz leise an, bauscht sich mit einem Male auf und überkommt einen dann gänzlich. Das Unwohlsein weicht einen Moment lang dem rationalen Denken. Schliesslich hat man ja noch einen Wohnungsgenossen, man ist also nicht allein.
Plötzlich schlägt das Unwohl zurück, der WG-Partner ist schliesslich nicht zu Hause. Wo war er nochmal? Joggen? Im Starbucks? Wann sagte er, sei er zurück? Um halb 12, also in zwei Stunden? Eine Ration Rationalität verpasst dem Unruhestifter Unwohlsein einen Seitenhieb; halb so schlimm, ein netter Spaziergang entlang der Meeresküste oder ein nährhaftes Frühstück im Café nebenan und die zwei Stunden sind um, und zwar im nu. Ein kühler Windstoss, welcher um meine baren Unterschenkel und nackten Füsse zieht, verleiht dem Unwohl einen weiteren Kraftstoss. Der Fakt, dass beide Hosenbeine im Winde wie eine weisse Flagge wehen, was ein Nichtvorhandensein einer Geldbörse impliziert, lässt das positive Denken beinahe vollends in die Knie gehen.
Das Fehlen der eigenen mobilen Kommunikationsmöglichkeit, sprich des Mobiltelefons, lässt die Positivität aussehen wie David gegen den Riesen Goliath, wobei dieser durch die wachsende Negativität verkörpert wird. Nachdem die Hoffnung beinahe zum vollständigen Erliegen gekommen wäre, beginnt sie mittels der herannahenden Rentnerinnen wieder zu keimen. Die rüstigen Antiquariate zwingen das Unwohlsein mit ihrer Hilfsbereitschaft zu einem Rückzieher. Nach zwei vergeblichen Versuchen, den zweiten Schlüsselträger per Mobilfunknetz zu erreichen, verliert die Hoffnung noch einmal ein wenig an Schwäche. Nachdem der Lord of the Key, mit bürgerlichem Namen R. S. (Name dem Redaktor bekannt), in leichtem und stolzem Schritt heranjoggt und zusätzlich bestätigt, dass er seine Ausfertigung des Schlüssels auch wirklich bei sich trägt, verpasst das Wohlgefühl dem Unwohl den letzten Dolchstoss und lässt sich nach einem solch harten Kampf durch das Gefühl der Erleichterung feiern. Ende gut - alles gut.
Kurzfassung der Kurzgeschichte: Ich Depp han mich us de Wohnig usegschlosse!
Erst einmal draussen, mag es einen ein wenig frösteln, jedoch wird dies getrost vernachlässigt. Schliesslich befindet man sich in einer guten halben Minuten wieder zurück in der warmen Stube. Die Mülltonne wird angepeilt, der Abfall entsorgt und rechtsumkehrt geht es wieder zurück Richtung wohl temperiertes Wohnzimmer. Ein völlig harmloser Vorgang - eigentlich. Zurück an der Tür dreht man wie gewohnt am Türknauf und erwartet dessen Nachgabe. Die erwartete 90° Drehung bleibt jedoch überraschenderweise aus. Kein Grund zur Panik, jeder ist einmal ein wenig verklemmt. Mit ein bisschen mehr Elan bewegt sich dann der Türknopf ... nach wie vor nicht. Und da beginnt es. Das gewisse Gefühl des Unwohls schleicht sich heimtückisch und ganz leise an, bauscht sich mit einem Male auf und überkommt einen dann gänzlich. Das Unwohlsein weicht einen Moment lang dem rationalen Denken. Schliesslich hat man ja noch einen Wohnungsgenossen, man ist also nicht allein.
Plötzlich schlägt das Unwohl zurück, der WG-Partner ist schliesslich nicht zu Hause. Wo war er nochmal? Joggen? Im Starbucks? Wann sagte er, sei er zurück? Um halb 12, also in zwei Stunden? Eine Ration Rationalität verpasst dem Unruhestifter Unwohlsein einen Seitenhieb; halb so schlimm, ein netter Spaziergang entlang der Meeresküste oder ein nährhaftes Frühstück im Café nebenan und die zwei Stunden sind um, und zwar im nu. Ein kühler Windstoss, welcher um meine baren Unterschenkel und nackten Füsse zieht, verleiht dem Unwohl einen weiteren Kraftstoss. Der Fakt, dass beide Hosenbeine im Winde wie eine weisse Flagge wehen, was ein Nichtvorhandensein einer Geldbörse impliziert, lässt das positive Denken beinahe vollends in die Knie gehen.
Das Fehlen der eigenen mobilen Kommunikationsmöglichkeit, sprich des Mobiltelefons, lässt die Positivität aussehen wie David gegen den Riesen Goliath, wobei dieser durch die wachsende Negativität verkörpert wird. Nachdem die Hoffnung beinahe zum vollständigen Erliegen gekommen wäre, beginnt sie mittels der herannahenden Rentnerinnen wieder zu keimen. Die rüstigen Antiquariate zwingen das Unwohlsein mit ihrer Hilfsbereitschaft zu einem Rückzieher. Nach zwei vergeblichen Versuchen, den zweiten Schlüsselträger per Mobilfunknetz zu erreichen, verliert die Hoffnung noch einmal ein wenig an Schwäche. Nachdem der Lord of the Key, mit bürgerlichem Namen R. S. (Name dem Redaktor bekannt), in leichtem und stolzem Schritt heranjoggt und zusätzlich bestätigt, dass er seine Ausfertigung des Schlüssels auch wirklich bei sich trägt, verpasst das Wohlgefühl dem Unwohl den letzten Dolchstoss und lässt sich nach einem solch harten Kampf durch das Gefühl der Erleichterung feiern. Ende gut - alles gut.
Kurzfassung der Kurzgeschichte: Ich Depp han mich us de Wohnig usegschlosse!
Freitag, 17. September 2010
Der Bart
Angenommen, ein Mann rasiert sich täglich. Angenommen, er beginnt mit 18 Jahren und macht dies täglich bis er 78 Jahre alt ist. Angenommen, er benötigt dafür jeden Tag 10 Minuten. Dies würde bedeuten, dass er 210'900 Minuten mit seiner täglichen Gesichtspflege verbringt, bzw. 3'650 Stunden oder rund 152.08 Tage. Wenn man nun noch annimmt, dass er mit 78 Jahren stirbt, sind das rund 0.54% seines ganzen Lebens, die er mit seiner Rasur beschäftigt ist.
Solche Dinge beginnt man auszurechnen, wenn man in San Diego, Pacific Beach am Strand liegt und die Sonne geniesst. Das haben wir uns uns nämlich auch hart verdient. Nach Fort Bragg, dem letzten erwähnten Standort unseres Roadtrips, ging es nämlich weiter nach San Francisco. Dies mit Zwischenhalt an der Giant Avenue (da sind die Bäume tatsächlich so dick, dass man mit dem Auto hindurchfahren kann) und im Premium Outlet in Vacaville. Und Einkaufen ist doch wirklich etwas anstrengendes, was meine weiblichen Blogleserinnen bestimmt bestätigen werden.
Nach den nächsten beiden Tagen an der abermals atemberaubenden Westküste, kam dann der anstrengendste Teil – Las Vegas. Eigentlich gibt es da nicht viel zu erzählen. Kurz gesagt, ein Europapark für Erwachsene. Eine künstliche, schillernde Stadt mitten im Nirgendwo. Sauteuer und ein Riesenspass. Details gibt es keine, es ist ja schliesslich Vegas.
Nicht minder anstrengend ging es in San Diego weiter mit unserer Wohnungssuche. Nach ca. 20 Telefonaten und etwa derselben Anzahl E-Mails, warten wir nun gespannt auf irgendwelche Reaktionen.
Jedenfalls liegen wir nun am Strand und ich mache mir darüber Gedanken, dass ich mich langsam aber sicher wieder einmal rasieren sollte. Sonst erreiche ich meine 210'900 Minuten nie!
Freitag, 10. September 2010
Du befindest dich in den USA, wenn...
- Rechtsabbiegen bei Rot erlaubt ist
- Geflügelfleisch teuer ist als Rindfleisch
- Levi's Jeans nur CHF 30.00 kosten
- bei Baustellen darauf hingewiesen wird, dass dein Steuergeld dort arbeitet (Your tax dollars at work)
- im Restaurant Teller und Besteck sofort abgeräumt werden, auch wenn das Gegenüber noch am Essen ist
- Angestellte in Einkaufsläden deine Waren in Säcke abfüllen
- auch Distanzen von 50m mit dem Auto zurückgelegt werden
- Geschwindigkeitskontrollen per Flugzeug durchgeführt werden
- du dir in einem Range Rover klein vorkommst
- die Leute lieber in Füssen als in Metern rechnen
Ergänzungen herzlich willkommen...
Mittwoch, 8. September 2010
Road Trip!
Nach einer kurzen Schreibpause bin ich wieder zurück im Bloggerland.
Wie erwähnt, traf Raphi am 1. September in Vancouver ein. Dies musste dann natürlich auch gefeiert werden - 5 Nächte lang - in 3 verschiedenen Städten. Für mich kein Problem, da ich ja bereits die vorhergehenden 7 Abende bereits mit meinen Moose Freunden zelebriert habe. Raphi jedoch hatte nach seiner anstrengenden Reise inkl. Jetlag ein wenig zu leiden. Doch wer sich für jung hält, soll sich auch dementsprechend verhalten ;-)
Noch in Vancouver trafen wir uns mit Daniela, einer waschechten, jedoch nach Kanada emigrierten Dürntnerin. Daniela kann ich wärmstens für Restauranttipps weiterempfehlen, das nahegelegte Thairestaurant war vorzüglich!
Am 4. Tag des Monats September ging es mit dem Windhund nach Seattle. Die Gebäude sind nochmals ein Stück höher als in Vancouver, die Skyline jedoch nicht ganz so imposant. Ganz unterhaltsam sind hingegen gewisse Kellner in gewissen Italorestaurants, die volle zwei Minuten benötigen, um ihre Spezialmenüs des Abends herunterzuleiern. Nach ca. eineinhalb Minuten wird der Lachreiz fast ununterdrückbar, wenn man sich gedanklich vorstellt, dass man den Kellner darum bittet, das Gesagte nochmals zu wiederholen.
Am Tag darauf begann unser Road Trip mit dem gemieteten VW Jetta in Richtung Portland via dem grossartigen Cannon Beach (Fotos folgen auf Facebook). Portland bietet abwechslungsreiche Abendunterhaltung und ansprechende Tanzdarbietungen - das einzige, was wir nebst einer Brücke voller Obdachlosen zu sehen bekamen.
Der zweite Tag unseres Road Trips führte uns zum Crater Lake. Ein imposanter Kratersee inmitten eines ehemaligen Vulkans. Das tiefblaue und klare Wasser sowie die atemberaubende Sicht lassen jeden Hardcoretouristen erschaudern. Übernachtung dann in Ashford.
Tag drei unserer Reise quer durch Westamerika führte uns in den Redwood-Nationalpark. Die mit teils über 100m Höhe und rund 7m Durchmesser grossen Bäume lassen auch grossgewachsene Menschen klein aussehen (bzw. dicke Leute schlank). Nach Auffahrt auf den weltberühmten Highway 1, ging es entlang der Pazifikküste bis nach Fort Bragg, wo ich nun meinen Eintrag schreibe.
Eine Schätzfrage zum Schluss: Wieviele Kilometer haben Raphi und ich nun in den ersten drei Tagen Road Trip zurückgelegt?
Wie erwähnt, traf Raphi am 1. September in Vancouver ein. Dies musste dann natürlich auch gefeiert werden - 5 Nächte lang - in 3 verschiedenen Städten. Für mich kein Problem, da ich ja bereits die vorhergehenden 7 Abende bereits mit meinen Moose Freunden zelebriert habe. Raphi jedoch hatte nach seiner anstrengenden Reise inkl. Jetlag ein wenig zu leiden. Doch wer sich für jung hält, soll sich auch dementsprechend verhalten ;-)
Noch in Vancouver trafen wir uns mit Daniela, einer waschechten, jedoch nach Kanada emigrierten Dürntnerin. Daniela kann ich wärmstens für Restauranttipps weiterempfehlen, das nahegelegte Thairestaurant war vorzüglich!
Am 4. Tag des Monats September ging es mit dem Windhund nach Seattle. Die Gebäude sind nochmals ein Stück höher als in Vancouver, die Skyline jedoch nicht ganz so imposant. Ganz unterhaltsam sind hingegen gewisse Kellner in gewissen Italorestaurants, die volle zwei Minuten benötigen, um ihre Spezialmenüs des Abends herunterzuleiern. Nach ca. eineinhalb Minuten wird der Lachreiz fast ununterdrückbar, wenn man sich gedanklich vorstellt, dass man den Kellner darum bittet, das Gesagte nochmals zu wiederholen.
Am Tag darauf begann unser Road Trip mit dem gemieteten VW Jetta in Richtung Portland via dem grossartigen Cannon Beach (Fotos folgen auf Facebook). Portland bietet abwechslungsreiche Abendunterhaltung und ansprechende Tanzdarbietungen - das einzige, was wir nebst einer Brücke voller Obdachlosen zu sehen bekamen.
Der zweite Tag unseres Road Trips führte uns zum Crater Lake. Ein imposanter Kratersee inmitten eines ehemaligen Vulkans. Das tiefblaue und klare Wasser sowie die atemberaubende Sicht lassen jeden Hardcoretouristen erschaudern. Übernachtung dann in Ashford.
Tag drei unserer Reise quer durch Westamerika führte uns in den Redwood-Nationalpark. Die mit teils über 100m Höhe und rund 7m Durchmesser grossen Bäume lassen auch grossgewachsene Menschen klein aussehen (bzw. dicke Leute schlank). Nach Auffahrt auf den weltberühmten Highway 1, ging es entlang der Pazifikküste bis nach Fort Bragg, wo ich nun meinen Eintrag schreibe.
Eine Schätzfrage zum Schluss: Wieviele Kilometer haben Raphi und ich nun in den ersten drei Tagen Road Trip zurückgelegt?
Montag, 30. August 2010
Seen, Strand und noch mehr wilde Tiere
Nach meinem Bärentrip in Lake Louise gings dann weiter nach Kelowna. Ein idealer Zwischenstopp, um nicht wieder 13 Stunden am Stück im Bus festzusitzen. Auch hier traf ich wieder auf lustige Leute, wie zum Beispiel Matt aus South Carolina. Blond, mittellange Haare, durchtrainiert und sehr von sich selbst überzeugt. Er war die Coolness auf Erden. Dachte ER zumindest. Er war in Kelowna, um am Apple Triathlon teilzunehmen (Olympische Distanz). Das imponierte mir und weckte meine Lust an Selbstkasteiung, sodass ich auch am Wettkampf teilnahm. Nach den 1.5 km Schwimmen, 40 km Radfahren und 10 km Laufen fiel ich todmüde ins Bett. Aber mit meiner Leistung bei rund 200 Teilnehmern als 37ster aus dem Rennen zu gehen war ich recht zufrieden.
Nach 3 Tagen Erholung pur (Kajak, schwimmen, sünnele) ging ich zurück nach Vancouver. Da blieb ich nur kurz, da ich mich am nächsten Tag mit Moose Travel auf den Weg nach Vancouver Island machte. Eine humorvolle Gruppe aus rund 16 Teilnehmern, die Schweiz mit rund 6 Passagieren ein wenig übervertreten. In Tofino gings am Abend dann in die Karaokebar. Als wir ungefähr zu fünft "Sweet Home Alabama" von Lynyrd Skynyrd performten, bemerkte ich dann, dass ich eigentlich nur den Refrain einigermassen anständig interpretieren kann. War trotzdem ganz witzig.
Am nächsten Tag war dann Whale Watching angesagt. Mit einem 165-PS-Motorstarken Hartgummiboot über das offene Meer zu flitzen war eigentlich schon eine Attraktion für sich. Als dann effektiv noch etwa 4 Grauwale auftauchten, konnte man den Ausflug als wirklich lohnenswert einstufen. Auch die anschliessend angetroffenen Seelöwen, Robben und Adler waren Wildlife pur. Ist halt doch nicht ganz dasselbe wie im Zürizoo. Am Abend genossen wir in der Wohlfühlatmosphäre des Lagerfeuers dann noch einige kühle Dosen Bier, bevor es zurück ins Hostel ging.
Am darauffolgenden Morgen fuhren wir dann weiter nach Victoria, mit einigen Zwischenhalten am Meeresstrand. Obwohl der Strand sehr einladend wirkt, ist er nicht zum baden geeignet; er ist schlicht und einfach zu kalt. Umso unterhalsamer ist es jedoch, die ca. 1'000 ruhenden Vögel zu verscheuchen. Ein Schauspiel der Superlative, das auf der Kamera kaum festgehalten werden kann.
Nach einem spassigen Samstagabend und ein wenig Sightseeing am Sonntag fuhren wir anschliessend zurück nach Vancouver. Auf der Fähre von Vancouver Island ans Festland trafen wir Killerwale an. Somit konnte ich meine Sammlung an angetroffenen wildlebenden Tieren noch ergänzen.
Nun bin ich wieder zurück in Vancouver (zum 3. Mal!), vertreibe mir ein wenig die Zeit mit Relaxen und Bummeln und freue mich auf das nächste grosse Ereignis: Die Ankunft meines Reise- und Studienpartners Raphi am 1. September. Das wird ein Fest!
Post Scriptum: Eine Passage aus dem vorliegenden Blogeintrag entspricht nicht ganz der Wahrheit. Welche wohl?
Nach 3 Tagen Erholung pur (Kajak, schwimmen, sünnele) ging ich zurück nach Vancouver. Da blieb ich nur kurz, da ich mich am nächsten Tag mit Moose Travel auf den Weg nach Vancouver Island machte. Eine humorvolle Gruppe aus rund 16 Teilnehmern, die Schweiz mit rund 6 Passagieren ein wenig übervertreten. In Tofino gings am Abend dann in die Karaokebar. Als wir ungefähr zu fünft "Sweet Home Alabama" von Lynyrd Skynyrd performten, bemerkte ich dann, dass ich eigentlich nur den Refrain einigermassen anständig interpretieren kann. War trotzdem ganz witzig.
Am nächsten Tag war dann Whale Watching angesagt. Mit einem 165-PS-Motorstarken Hartgummiboot über das offene Meer zu flitzen war eigentlich schon eine Attraktion für sich. Als dann effektiv noch etwa 4 Grauwale auftauchten, konnte man den Ausflug als wirklich lohnenswert einstufen. Auch die anschliessend angetroffenen Seelöwen, Robben und Adler waren Wildlife pur. Ist halt doch nicht ganz dasselbe wie im Zürizoo. Am Abend genossen wir in der Wohlfühlatmosphäre des Lagerfeuers dann noch einige kühle Dosen Bier, bevor es zurück ins Hostel ging.
Am darauffolgenden Morgen fuhren wir dann weiter nach Victoria, mit einigen Zwischenhalten am Meeresstrand. Obwohl der Strand sehr einladend wirkt, ist er nicht zum baden geeignet; er ist schlicht und einfach zu kalt. Umso unterhalsamer ist es jedoch, die ca. 1'000 ruhenden Vögel zu verscheuchen. Ein Schauspiel der Superlative, das auf der Kamera kaum festgehalten werden kann.
Nach einem spassigen Samstagabend und ein wenig Sightseeing am Sonntag fuhren wir anschliessend zurück nach Vancouver. Auf der Fähre von Vancouver Island ans Festland trafen wir Killerwale an. Somit konnte ich meine Sammlung an angetroffenen wildlebenden Tieren noch ergänzen.
Nun bin ich wieder zurück in Vancouver (zum 3. Mal!), vertreibe mir ein wenig die Zeit mit Relaxen und Bummeln und freue mich auf das nächste grosse Ereignis: Die Ankunft meines Reise- und Studienpartners Raphi am 1. September. Das wird ein Fest!
Post Scriptum: Eine Passage aus dem vorliegenden Blogeintrag entspricht nicht ganz der Wahrheit. Welche wohl?
Sonntag, 22. August 2010
Bars, Beeren und Bären
Und wieder einmal sitze ich im Greyhound und reise zurück richtung Westen. Dies bietet mir Gelegenheit, die letzten paar Tage in Banff und Lake Louise zusammenzufassen. Wird halt relativ lang =))
Als ich nach meiner kleinen Monsterreise in Banff angekommen bin, war ich relativ müde. Meine von mir als für sehr intelligent eingestufte Idee, ich könne ja über Nacht reisen und dann im Bus schlafen (plus Übernachtung sparen), hat sich als ziemlich idiotisch erwiesen. Das Resultat war dann die Müdigkeit. Ich bezog mein Zimmer und nahm mir vor, ein wenig hinzuliegen. Kaum befand ich mich in meinem Schlafgemach, kam auch schon der erste Mitbewohner zur Türe herein. An seinem leicht überheblichen "Hello!!! Ar yu se new wan?" war unschwer zu erkennen, dass es sich um einen Landsmann des EU-Energiekommissars Günther Oettinger handeln musste (vgl. Youtube). Nachdem ich mir seine Geschichte über seine Reise in Kanada angehört hatte (nota bene in deutsch-akzentuiertem Englisch. Er hatte offenbar keinen Bock auf seine Muttersprache), entschied ich mich, doch nicht im Zimmer zu bleiben und mal mit der Schweiz zu skypen.
Kaum hatte ich das Gespräch beendet, kam dann die irische Siobhan auf mich zu, die im selben Car nach Banff gereist ist wie ich. Sie schlug mir vor, mit ihr und Angela (eine Koreanerin, die eigentlich einen völlig anderen Namen hat), mit der Gondel auf den nahegelegenen Sulphur Mountain zu kommen und die Aussicht zu geniessen. Sie war toll. Am Abend lernte ich dann Ludovic kennen, der trotz seines Namens nichts mit Fussball am Hut hat. Ich genoss mit ihm einige gute Pint Bier in der Hostel-eigenen Bar und lauschte dem Sänger auf der Bühne, der seine musikalischen Unfähigkeiten zum Besten gab.
Nachdem ich am nächsten Tag einen wunderschönen Hike entlang des Bow Rivers unternahm und mit Ludo in einem mexikanischen Restaurant einen dicken Burrito verspeiste, fand ich mich am Abend in der immernoch Hostel-eigenen Bar wieder. Ich genoss einige gute Pint Bier und lernte dann die Schwestern Martinez aus Montreal kennen, mit denen ich bis in die Morgenstunden über Gott und die Welt diskutierte.
Der Tag darauf bestand aus einer idyllischen Biketour zum Lake Minnewanka und dem kulinarischen Höhepunkt der Woche: Katsudon. Eine Empfehlung meines japanischen Zimmergenossen Taka, die ich sogar weitergeben kann. Ein weiterer Höhepunkt war das Antreffen von Sandra Eichenberger, die vor ca. 5 Jahren bei der damaligen SZO arbeitete und ich bis dahin nie mehr getroffen habe. Am Abend befand ich mich in der abermals Hostel-eigenen Bar und genoss einige gute Pint Bier mit Sandra, während wir über die guten alten SZO-Zeiten philosophierten. Als ich auf Grund des Mehraufwandes bezüglich meiner Abwesenheit im Geschäft mein Mitleid gegenüber des zweiten Private Banking Assistenten verkündete, erwiderte sie lapidar: "Ach dä söll nur au mal öppis schaffe". Dies leite ich hiermit natürlich gerne weiter ;-)
Mein letzter Tag in Banff bestand aus einer Riverrafting Tour auf dem Kicking Horse River. Wir bestiegen unseren 10-plätzigen Sattel und reiteten auf dem ausschlagenden Pferd die holprige Strasse entlang. Der Fluss machte seinem Namen alle Ehre, schliesslich fand ich mich nach einer Grad-4-Stromschnelle zwei Reihen weiter vorne auf dem Boden des Rafts wieder. Alles in allem sehr spassig! Wo ich dann den Abend verbrachte, wird wohl nicht allzu schwierig zu erraten sein.
Am nächsten Tag reiste ich nach Lake Louise. Als ich mich auf den Weg zu dem weltberühmten See machte, musste ich mich für Strasse oder Wanderweg entscheiden. Ich musterte skeptisch die Warnhinweise bei dem Wanderweg: “Achtung Beerensaison. Erhöhte Wahrscheinlichkeit Bären anzutreffen”. Und weiter: “Beim Wandern Lärm machen. Bärenspray mit sich tragen. Auf frische Bärenspuren achten. Beim Antreffen eines Bären sofort die Bärenstelle anrufen”. Obwohl ich keinen Bärenspray bei mir hatte, keine Ahnung hatte wie Bärenspuren aussehen und auch die Telefonnummer nicht notiert hatte, entschied ich mich für den friedlichen wirkenden Wanderweg. Wird ja wohl nichts passieren. Als ich da so fröhlich vor mich hinpfiff, wurde mir mit der Zeit doch ein wenig mulmig, da ich so gut wie keine anderen Wanderer antraf. Glücklicherweise bin ich jedoch keinen Bären begegnet. Zumindest nicht auf dem Hinweg. Als ich nach gut zwei Stunden wieder zurückkehrte, war der Weg, den ich vorhin gewählt hatte, gesperrt. Ich nahm deshalb die Hauptstrasse, die parallel zu meinem Wanderweg hinunterführte und entdeckte dann auch den eigentlichen Grund für die Absperrung. Bären! Jawohl, nicht ein Bär, sondern Bären. Drei an der Zahl, eine Grizzly-Mutter mit ihren zwei Jungen. Auf MEINEM Wanderweg! In Anbetracht dessen, dass Grizzlys agressiver sind als die in Nordamerika verbreiteten Schwarzbären und dies erst recht, wenn sie noch Junge bei sich haben, war mein Timing wohl nicht allzu schlecht! Den Abend verbrachte ich dann mit Billard spielen im Hostel, zusammen mit dem Australier Nick, dem Italiener Andrea, dem Japaner Taka und wieder einmal mehr mit dem deutschen Englischallergiker Greg. Bis auf den Italiener wieder die gleichen Leute, die ich schon in Banff angetroffen habe.
Wie klein die Welt doch ist.
Als ich nach meiner kleinen Monsterreise in Banff angekommen bin, war ich relativ müde. Meine von mir als für sehr intelligent eingestufte Idee, ich könne ja über Nacht reisen und dann im Bus schlafen (plus Übernachtung sparen), hat sich als ziemlich idiotisch erwiesen. Das Resultat war dann die Müdigkeit. Ich bezog mein Zimmer und nahm mir vor, ein wenig hinzuliegen. Kaum befand ich mich in meinem Schlafgemach, kam auch schon der erste Mitbewohner zur Türe herein. An seinem leicht überheblichen "Hello!!! Ar yu se new wan?" war unschwer zu erkennen, dass es sich um einen Landsmann des EU-Energiekommissars Günther Oettinger handeln musste (vgl. Youtube). Nachdem ich mir seine Geschichte über seine Reise in Kanada angehört hatte (nota bene in deutsch-akzentuiertem Englisch. Er hatte offenbar keinen Bock auf seine Muttersprache), entschied ich mich, doch nicht im Zimmer zu bleiben und mal mit der Schweiz zu skypen.
Kaum hatte ich das Gespräch beendet, kam dann die irische Siobhan auf mich zu, die im selben Car nach Banff gereist ist wie ich. Sie schlug mir vor, mit ihr und Angela (eine Koreanerin, die eigentlich einen völlig anderen Namen hat), mit der Gondel auf den nahegelegenen Sulphur Mountain zu kommen und die Aussicht zu geniessen. Sie war toll. Am Abend lernte ich dann Ludovic kennen, der trotz seines Namens nichts mit Fussball am Hut hat. Ich genoss mit ihm einige gute Pint Bier in der Hostel-eigenen Bar und lauschte dem Sänger auf der Bühne, der seine musikalischen Unfähigkeiten zum Besten gab.
Nachdem ich am nächsten Tag einen wunderschönen Hike entlang des Bow Rivers unternahm und mit Ludo in einem mexikanischen Restaurant einen dicken Burrito verspeiste, fand ich mich am Abend in der immernoch Hostel-eigenen Bar wieder. Ich genoss einige gute Pint Bier und lernte dann die Schwestern Martinez aus Montreal kennen, mit denen ich bis in die Morgenstunden über Gott und die Welt diskutierte.
Der Tag darauf bestand aus einer idyllischen Biketour zum Lake Minnewanka und dem kulinarischen Höhepunkt der Woche: Katsudon. Eine Empfehlung meines japanischen Zimmergenossen Taka, die ich sogar weitergeben kann. Ein weiterer Höhepunkt war das Antreffen von Sandra Eichenberger, die vor ca. 5 Jahren bei der damaligen SZO arbeitete und ich bis dahin nie mehr getroffen habe. Am Abend befand ich mich in der abermals Hostel-eigenen Bar und genoss einige gute Pint Bier mit Sandra, während wir über die guten alten SZO-Zeiten philosophierten. Als ich auf Grund des Mehraufwandes bezüglich meiner Abwesenheit im Geschäft mein Mitleid gegenüber des zweiten Private Banking Assistenten verkündete, erwiderte sie lapidar: "Ach dä söll nur au mal öppis schaffe". Dies leite ich hiermit natürlich gerne weiter ;-)
Mein letzter Tag in Banff bestand aus einer Riverrafting Tour auf dem Kicking Horse River. Wir bestiegen unseren 10-plätzigen Sattel und reiteten auf dem ausschlagenden Pferd die holprige Strasse entlang. Der Fluss machte seinem Namen alle Ehre, schliesslich fand ich mich nach einer Grad-4-Stromschnelle zwei Reihen weiter vorne auf dem Boden des Rafts wieder. Alles in allem sehr spassig! Wo ich dann den Abend verbrachte, wird wohl nicht allzu schwierig zu erraten sein.
Am nächsten Tag reiste ich nach Lake Louise. Als ich mich auf den Weg zu dem weltberühmten See machte, musste ich mich für Strasse oder Wanderweg entscheiden. Ich musterte skeptisch die Warnhinweise bei dem Wanderweg: “Achtung Beerensaison. Erhöhte Wahrscheinlichkeit Bären anzutreffen”. Und weiter: “Beim Wandern Lärm machen. Bärenspray mit sich tragen. Auf frische Bärenspuren achten. Beim Antreffen eines Bären sofort die Bärenstelle anrufen”. Obwohl ich keinen Bärenspray bei mir hatte, keine Ahnung hatte wie Bärenspuren aussehen und auch die Telefonnummer nicht notiert hatte, entschied ich mich für den friedlichen wirkenden Wanderweg. Wird ja wohl nichts passieren. Als ich da so fröhlich vor mich hinpfiff, wurde mir mit der Zeit doch ein wenig mulmig, da ich so gut wie keine anderen Wanderer antraf. Glücklicherweise bin ich jedoch keinen Bären begegnet. Zumindest nicht auf dem Hinweg. Als ich nach gut zwei Stunden wieder zurückkehrte, war der Weg, den ich vorhin gewählt hatte, gesperrt. Ich nahm deshalb die Hauptstrasse, die parallel zu meinem Wanderweg hinunterführte und entdeckte dann auch den eigentlichen Grund für die Absperrung. Bären! Jawohl, nicht ein Bär, sondern Bären. Drei an der Zahl, eine Grizzly-Mutter mit ihren zwei Jungen. Auf MEINEM Wanderweg! In Anbetracht dessen, dass Grizzlys agressiver sind als die in Nordamerika verbreiteten Schwarzbären und dies erst recht, wenn sie noch Junge bei sich haben, war mein Timing wohl nicht allzu schlecht! Den Abend verbrachte ich dann mit Billard spielen im Hostel, zusammen mit dem Australier Nick, dem Italiener Andrea, dem Japaner Taka und wieder einmal mehr mit dem deutschen Englischallergiker Greg. Bis auf den Italiener wieder die gleichen Leute, die ich schon in Banff angetroffen habe.
Wie klein die Welt doch ist.
Mittwoch, 18. August 2010
Auflösung des Bilderrätsels
Erst mal vielen Dank an Angi, Cathi und Susle für's Mitraten! Ebenfalls bedanke ich mich herzlich bei Dani für den recht überflüssigen aber doch wohl überlegten Kommentar. Dies zeigt einmal mehr, dass du sehr wohl die Ambitionen dazu hättest, eines Tages ein erfolgreicher Abdecker zu werden!! :-p
Hier folgt die Auflösung:
Es ist eine Gänseart! Einen Volltreffer hat es somit keinen gegeben. Gewonnen haben jedoch Angi und Cathi, da sie unter anderem auf eine Taube getippt haben und somit am nächsten waren. Da die Taube in der Systematik der Vögel nach dem Kladogramm der rezenten Vögel (nach S. J. Hackett und Mitautoren) zu der Untergruppe der Neukiefervögel zählt, und darin in der Untergruppe Neoaves eine eigene Gruppe bildet, ist die Taube näher als der Pinguin, der zwar ebenfalls zu der Untergruppe Neoaves zählt, aber zusätzlich noch in die Untergruppe Wasservögel eingeteilt wird. Die Gänsevögel stellen eine direkte Untergruppe der Gattung Galloanserae dar (eine Parallelgattung zu Neoaves), womit das Rätsel nun definitiv aufgelöst ist.
Deshalb: Angi und Cathi, ihr seid super!! (das war der Preis für die Gewinner). Susle, du hast dich wirklich angestrengt, aber leider hat es nicht gereicht. Vielleicht klappts das nächste Mal ;-)
@ Dani: Heb de Lade =))
Der Einzige?
Wie bereits erwähnt, habe ich mich am Samstag dafür entschieden, Sonntag Nacht nach Banff zu fahren und dort 4 Nächte zu verweilen. Wo ich nun so im 1264 Greyhound sitze, der von dem leicht übergewichtigen Kevin gesteuert wird, frage ich mich, ob ich eigentlich der einzige bin, der sich alleine und ohne fremde Hilfsmittel die Zeit vertreiben kann.
Nehmen wir zum Beispiel die Sitzreihen vor mir, die Plätze meiner beliebtesten Beobachtungsopfer. Direkt vor mir sitzen zwei deutsche Studentinnen, ca. 24 Jahre alt. Die eine Blondine, die andere ein Rötschel, wie gewüsse Personen zu sagen pflegen. Sobald sie merken, dass die 3. Frau in der Sitzreihe ebenfalls Deutsche ist (hellbraun) geht ein deutsches Studentinnengeschnatter los. Sie haben somit ihren Zeitvertreib gefunden.
Der jungen Dame links in meiner Sitzreihe kann ich keine Landeszugehörigkeit zuteilen. Ich schätze sie auf ca. 19 Jahre . Klar ist auch, dass sie blond ist und ihre Oberschenkel von der jungen allgemeinen Männerwelt für als zu dick eingestuft werden würden. Sie hat die Kopfhörer ihres iPods eingestöpselt und liest ein Buch. Offenbar nicht freiwillig, da sie sich jede Menge Notizen in das Buch hineinkritzelt. Daher nehme ich an, es ist ein Schulbuch, das im Übrigen relativ dick ist, jedoch den Umfang ihrer Schenkel nicht erreicht.
Der Junge neben mir, geschätzte 17 und japanischer Abstammung, hat sein IBM Thinkpad bereits eingeschaltet, kaum ist er gesessen. Gespannt folgt er nun der von ihm gewählten Garfield-Folge mit dem Titel "It must be true". Liefert mir somit der dieser Zufall eine Antwort auf meine eingangs gestellte Frage? Wenn ich mich nämlich so umsehe, must it be true, dass ich der einzige bin, der sich nur mit seinen Gedanken zu unterhalten weiss.
Samstag, 14. August 2010
Next Stop: Banff
*** BINGO!!! 100 Punkte gehen an Master Beinooo, denn er hat die urspüngliche Nationalität des Baha'i gläubigen aus Toronto stammende und in China wohnhafte Zimmermitbewohners richtig erraten!!! ***
Ja, so ist es. Dies kam ans Tageslicht, als sich der Baha'i-Gläubige gestern Abend mit dem neuen Zimmerbewohner unterhalt, der in Utah, USA wohnt und........ gläubig ist. Natürlich nicht so etwas übliches wie Christentum, Islam oder Baha'i. Nein, er ist Mormone. Da gabs für den kleinen Rüdi bereits die zweie Lektion Religionsunterricht innerhalb von nur zwei Tagen. Ich verzichte diesmal jedoch auf die Wikipedia-Auszüge (Für die Interessierten: Wikipedia Mormonentum).
Sonst bestand mein gestriger Tag aus dem Besuch des Vancouver Aquariums, einer Rundfahrt mit gemietetem Fahrrad um den Stanley Park sowie, das Highlight des Tages => das Treffen mit meinem freundlichen und jung gebliebenen Nachbarn Fritz (seine Familie sowie auch Rolf se Mäschin Gun Bär seien hiermit gegrüsst). Nach dem Nachtessen mit meinem Zimmerbewohner Christian (Québec, Canada), lauschte ich dann gespannt der bereits erwähnten Religionsdiskussion.
Tiefpunkt des Tages war die Bemerkung einer ansonsten sehr freundlichen kanadischen Mutter im Vancouver Aquarium, welche mich aufgrund meines Englisch-Akzents als Einwohner Québecs einschätzte. Da ich ja nun weiss, wie das Englisch eines typischen Québécois klingt, nicht gerade ein Kompliment. Ich nahm das jedoch locker, als mir eine deutsche Hostel-Mitbewohnerin erklärte, dass die Kanadier bei nicht ganz perfektem Englisch jeden als Québécois einstuften.
Heute zu Tagesbeginn habe ich mir mein linkes Handgelenk, bei dem Versuch, mich elegant aus dem oberen Kajütenbett zu schwingen, so stark an die Holzlatte gehauen, dass ich nun kaum noch etwas schweres heben kann. Naja, verheilt bestimmt wieder. Ausserdem bin ich Handgelenkverletzungen aus dem Judo ja gewohnt (leider nicht mein eigenes Judo).
Heute hat klein Rüdi auch entschieden, wohin es in den nächsten Tagen gehen soll => nach Banff, ein kleines, 7000-Einwohner-Dörfchen innerhalb des Banff-Nationalparks. Weg dahin: Eine 13-stündige Carfahrt. Habe extra über Nacht gebucht und hoffe schwerstens, dass die Sitze einigermassen schlaftauglich sind. Wir werden sehen.
Hier noch ein kleines Bilderrätsel. Dies ist ein Bildausschnitt. Was ist auf dem Original zu sehen? Derjenige, der zuerst einen Kommentar mit der richtigen Lösung hinschreibt, erhält im nächsten Blog eine persönliche Widmung ;-)
Ja, so ist es. Dies kam ans Tageslicht, als sich der Baha'i-Gläubige gestern Abend mit dem neuen Zimmerbewohner unterhalt, der in Utah, USA wohnt und........ gläubig ist. Natürlich nicht so etwas übliches wie Christentum, Islam oder Baha'i. Nein, er ist Mormone. Da gabs für den kleinen Rüdi bereits die zweie Lektion Religionsunterricht innerhalb von nur zwei Tagen. Ich verzichte diesmal jedoch auf die Wikipedia-Auszüge (Für die Interessierten: Wikipedia Mormonentum).
Sonst bestand mein gestriger Tag aus dem Besuch des Vancouver Aquariums, einer Rundfahrt mit gemietetem Fahrrad um den Stanley Park sowie, das Highlight des Tages => das Treffen mit meinem freundlichen und jung gebliebenen Nachbarn Fritz (seine Familie sowie auch Rolf se Mäschin Gun Bär seien hiermit gegrüsst). Nach dem Nachtessen mit meinem Zimmerbewohner Christian (Québec, Canada), lauschte ich dann gespannt der bereits erwähnten Religionsdiskussion.
Tiefpunkt des Tages war die Bemerkung einer ansonsten sehr freundlichen kanadischen Mutter im Vancouver Aquarium, welche mich aufgrund meines Englisch-Akzents als Einwohner Québecs einschätzte. Da ich ja nun weiss, wie das Englisch eines typischen Québécois klingt, nicht gerade ein Kompliment. Ich nahm das jedoch locker, als mir eine deutsche Hostel-Mitbewohnerin erklärte, dass die Kanadier bei nicht ganz perfektem Englisch jeden als Québécois einstuften.
Heute zu Tagesbeginn habe ich mir mein linkes Handgelenk, bei dem Versuch, mich elegant aus dem oberen Kajütenbett zu schwingen, so stark an die Holzlatte gehauen, dass ich nun kaum noch etwas schweres heben kann. Naja, verheilt bestimmt wieder. Ausserdem bin ich Handgelenkverletzungen aus dem Judo ja gewohnt (leider nicht mein eigenes Judo).
Heute hat klein Rüdi auch entschieden, wohin es in den nächsten Tagen gehen soll => nach Banff, ein kleines, 7000-Einwohner-Dörfchen innerhalb des Banff-Nationalparks. Weg dahin: Eine 13-stündige Carfahrt. Habe extra über Nacht gebucht und hoffe schwerstens, dass die Sitze einigermassen schlaftauglich sind. Wir werden sehen.
Hier noch ein kleines Bilderrätsel. Dies ist ein Bildausschnitt. Was ist auf dem Original zu sehen? Derjenige, der zuerst einen Kommentar mit der richtigen Lösung hinschreibt, erhält im nächsten Blog eine persönliche Widmung ;-)
Freitag, 13. August 2010
Christentum, Islam und Hinduismus war gestern - jetzt kommt Baha'i !!!
Trotzdem ich gestern Abend mit Erfolg das Schlafen gehen absichtlich verzögerte (ich war mit einer New Yorkerin in eine Diskussion über das US-Politiksystem vertieft), war ich heute morgen bereits wieder um 7.00 Uhr wach... recht mühsam! Nach einem stärkenden Frühstück ging ich dann nach draussen, genoss das wunderbare Sommerwetter und erkundete die fröhliche Stadt Vancouver.
Heute griff ich auch des Öfteren zum Fotoapparat, die ersten Fotos werde ich bei nächster Gelegenheit auf Facebook stellen. Zum Mittagessen gab es chinesisch, das ich auf Granville Island neben dem Public Market gekauft und verspeist habe. Ich war glücklich, dass mich die Möven, Tauben und Krähen dabei nicht aufgefressen haben. Am Nachmittag besuchte ich das Reisebüro und suchte mir einige Prospekte zusammen. Nun werde ich vermutlich nach meinen 4 Tagen in Vancouver nach Lake Louise reisen und dort die nächsten Nächte verbringen.
Als ich vorhin in mein Zimmer zurückkam, erfuhr ich, dass Scratchy weiter nach Seattle gereist ist. Dafür haben wir einen neuen Kandidaten im Zimmer, der natürlich sofort wieder von mir auf Herz und Nieren untersucht wurde. Erstmal muss ich erwähnen, dass ich ihn noch nicht nach seinem Namen gefragt habe. Doch wen interessiert schon ein Name, wenn einer aussieht wie ein ausgehungerter Iraner, in China lebt, ursprünglich aus Toronto kommt und spricht als wär er ständig betrunken. Als ich mich nach seinem Aufenthaltsgrund erkundigte, erfuhr ich, dass er an der Baha'i Konferenz teilnehmen wird. Aha! Was für eine Konferenz? Hier einige kurze Auszüge aus Wikipedia (hierbei sei zu erwähnen, dass Wikipedia als Quelle für wissenschaftliche Arbeiten nicht geeignet ist *räusper räusper*):
"Die ursprünglich aus dem persischen Babismus hervorgegangene Universalreligion lehrt einen abrahamitischen Monotheismus eigener Prägung, in dessen Mittelpunkt der Glaube an einen transzendenten Gott, die mystische Einheit der Religionen und der Glaube an die Einheit der Menschheit steht."
"Das Leben in dieser Welt ist dazu bestimmt, geistige Fähigkeiten zu entwickeln, die für das Leben im Jenseits benötigt werden."
"Ein zentraler Grundsatz der Baha'i ist, dass Religion nicht der Vernunft und der Wissenschaft widersprechen dürfe. Als wichtigstes Element der Religion bezeichnete Abdu’l Baha die Nächstenliebe. Religion, die zu Zwietracht führt, verfehle ihren Zweck, und es sei besser, ohne sie zu leben."
Zum Teil nachvollziehbar, zum anderen Teil eher gspässig. Naja, auf jeden Fall bin ich bereits zu einer Vorlesung oder einem Workshop eingeladen worden. Da ich ja mit einer "open minded"-Einstellung nach Übersee geflogen bin, schliesse ich nicht mal aus, dass ich daran teilnehmen werde. Stoff für einen neuen Blogeintrag gäbe es wohl allemal ;-)
Mittwoch, 11. August 2010
Itchy ohne Scratchy
Nach meiner Ankunft in Heathrow galt es erst einmal, die Warteräume aufzusuchen. In meinen 3 Stunden Aufenthalt konnte ich dann wieder meinem Hobby frönen und Leute beobachten. Nachdem ich mich dann noch vom Wechseloffice abzocken liess und mir etwas zu essen kaufte, begab ich mich langsam zum Gate (für die Banker unter euch: der Change in Heathrow Airport arbeitet mit einem Spread von ca. 35 bps, was ungefähr 20% entspricht!!!). Der Flug war zwar mit einer Dauer von 9h 30min relativ lange, jedoch war das durch häufige Mahlzeiten sowie durch eigene Bildschirme im Vordersitz mit aktuellen Kinofilmen nur halb so wild. Gegen Ende des Fluges begann ich dann noch ein wenig mit meinen Sitznachbarn zu quatschen. Das freundliche Paar aus Vancouver Nelson und Terri lotste mich nach der Ankunft auch gleich zu meinem Youth Hostel, da sie ebenfalls nach Vancouver Downtown fahren mussten. Dort angekommen legte ich erst mal mein Gepäck ab und schlenderte ein wenig durch Vancouver (a lovely city) und genoss das dolce far niente! Dabei vielen mir drei Dinge auf: 1. Die Leute arbeiten offenbar wenig, denn jeder zweite geht mit dem Hund spazieren. 2. Sushi-Stände (Achtung: nicht Susi, sondern Sushi!) gibt es ungefähr so viele wie Stripclubs an der Reeperbahn. Und 3. (vermutlich im Zusammenhang mit 2.) Asiaten hat es ungefähr so viele wie Balkanesen in der Schweiz (Interpretation ist Sache des Lesers). Bei meiner Rückkehr im Hostel war dann auch einer meiner Zimmerbewohner anwesend. Unschwer zu erkennen handelt es sich dabei um einen Asiaten (wiedereinmal). Offen wie ich bin ging ich natürlich gleich zu ihm hin, streckte ihm meine Hand hin und meinte: "Hi, I'm Roger". Er darauf: "Hi, I'm 中國百家姓氏來源". Ich fragte ihn dann sogleich, ob es dafür eine Kurzform gäbe. Er meine nur: "Itchy". Auf meine Frage "Ah, like Itchy and Scratchy from Simpsons?" reagierte er leicht verwirrt und meinte: "No, just Itchy". Sieht also schwer danach aus, als müsste ich den Asiaten noch ein wenig Humor beibringen...
Der Passagier, der sich nicht traut
Flug LX316, Zürich - London. Der Flug verläuft ruhig. Keine Turbulenzen, keine blinden Passagiere die in überfliegte Wälder fallen. Einzig der Passagier vor mir ist ein wenig nervös. Ein schweizer Banker, verheiratet, anfangs 40. Trotz silberem Nadelstreifenanzug wirkt er nicht wirklich gepflegt mit seinem unrasierten Gesicht, in welchem bei genauerem Betrachten einige Ansätze von Falten zum Vorschein kommen. Auch seine mit Schuppen übersäten Haare hinterlassen einen eher ungepflegten Eindruck. Der, wie erwähnt ein wenig aufgeregte, IWC-Uhrenträger versucht offenbar, an seinem Sitznachbar vorbeizukommen. Am erschlafften Haupt dessen wird jedoch erkennbar, dass dieser offensichtlich ein Nickerchen hält. Ein rational normal denkender Mensch mit einer gesunden Portion Selbstbewusstsein hätte wohl dem Nachbarn einfach einen kleinen Schubs gegeben. Nicht so der vor mir Sitzende. Der Börsenkundler unternimmt infolge dessen mehrere Versuche, seinen Sitznachbarn aufzuwecken. Der erste Versuch, den Schlafenden ca. 4 Minuten lang streng und direkt anzustarren, scheitert kläglich. Doch unser Opfer gibt natürlich noch nicht auf und wedelt mit einer Aktenmappe ein wenig vor dem Fenster hin und her, in der Hoffnung, sein Nachbar erwache durch das Wechselspiel von Sonne und Schatten. Doch nix da, es wird fröhlich weitergeträumt. In voller Verzweiflung probiert sich der Banker nun Gehör zu verschaffen, indem er mit seinen Zeitungen ein wenig Krach macht. Offenbar jedoch zu wenig, er hat sein Ziel ein weiteres Mal verfehlt. Der offensichtlich resignierte Finanzangestellte gab schliesslich auf und blieb bis zur Landung in London auf Seat Nr. 9F sitzen. Die Moral von der Geschicht? Ein teurer Nadelstreifenanzug macht aus einem scheuen Rehlein noch lange keinen selbstbewussten Tiger.
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